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Rosenberg - Ohne moral

Rosenberg, M.Ohne MoralE-Book: Rosenberg Network Verlag, 2017, 7,90 €, ASIN: B077GF8QW9Taschenbuch: Books on Demand, 2018, 408 S., 12,99 €, ISBN: 978-3746077673
20. Juni 2019 durch
Rosenberg - Ohne moral

Rosenberg, M.

Rosenberg - Ohne moral

Rosenberg, M.Ohne MoralE-Book: Rosenberg Network Verlag, 2017, 7,90 €, ASIN: B077GF8QW9Taschenbuch: Books on Demand, 2018, 408 S., 12,99 €, ISBN: 978-3746077673

Eine Rezension von Andrea Dobrin



«Ohne Moral» ist der erste Krimi einer Sachbuchautorin und spielt in Managementetage eines Pflegeheims. Eine Heimleitung, die sich überfordert fühlt und ihre finanziellen Kennzahlen nicht erreicht, sucht nach Möglichkeiten, ihr Heim erfolgreich zu führen. So beginnt sie Patienten zu sedieren, um dadurch höhere Pflegestufen zu erreichen. So begibt sie sich in die Hände einer professionellen Betrügerbande, bis sie versehentlich Heimbewohner ermordet und sogar zur Tarnung ihres Vorgehens brutal eine ehemalige Kollegin ermorden muss. Diese ehemalige PDL arbeitet bei der als ambulanter Pflegedienst getarnten Organisation. Und die aktuelle PDL des Heimes ermittelt tagelang vor allem ausserhalb des Heimes und löst den Fall.

Die Damen sind alle Single und nicht nur in ihren Führungsqualitäten sehr naiv. Dadurch sind sie sehr empfänglich für die Verführungskünste des betrügenden, charmanten Arztes. Und als am Ende des Buches der Chef der Mafia am Heim auftaucht, wird die PDL bereits wieder schwach….

Alle beschriebenen Charaktere haben schwierige familiäre Verhältnisse, in denen sich teilweise Berührungspunkte zur Mafia ergeben.

Einen Einblick in ein Pflegeheim und den Arbeitsalltag der Pflegenden bekommt man nicht. Einzig ein Pfleger, der des Mordes beschuldigt wird, wird beschrieben. Allerdings auch er ist mit schwierigen persönlichen Hintergründen belastet und zeigt entsprechende Reaktionen.

Der Schreibstil ist sehr detailliert und lässt wenig Vermutungen und Fantasien zu. Das Geschehen ist eher oberflächlich dargestellt, die Handlungen sind vorhersehbar und es gibt kaum Überraschungen. Vieles wird teilweise plakativ beschrieben. Fehlende Satzzeichen oder der wechselnde Vorname des Kommissars fallen dagegen nur selten auf.

Hätte ich dieses Buch nicht für die Pflegewissenschaft gelesen, hätte ich wahrscheinlich einige Details weniger gewichtet und den Krimi als das, was er ist, wahrgenommen: vielleicht nicht ganz mein Schreibstil, aber eine leichte und unterhaltsame Lektüre zum Zeitvertreib mit einigen absurden und Klischeehaften Details.
Rosenberg - Ohne moral
20. Juni 2019
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Prochaska - IT im Gesundheitswesen
Prochaska, E.IT im GesundheitswesenMit Fokus PflegeFakultas, Wien, 2019, 144 S., 19,40 €, ISBN 978-3708918112 Es gibt keinen Arbeitsplatz im Gesundheitswesen, an dem der Beschäftigte sich nicht mit Datenverarbeitung auseinandersetzen müsste. Spätestens das Inkrafttreten der EU-Verordnung 2016/679 – Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) – dürfte dem Letzten klargemacht haben, dass er sich am PC/Tablet/Smartphone auf vermintem Gebiet bewegt. Insofern ist eine aktuelle Publikation zu IT im Gesundheitswesen mit Fokus auf die Tätigkeit der Pflege grundsätzlich zu begrüßen. Die Autorin ist Informatikerin und im Department Technik der FH Campus Wien forschend und lehrend tätig. Das vorliegende Buch ist in 9 Kapitel gegliedert:• Einführung• Grundlagen• Informationssysteme• Elektronische Gesundheitsakte• Telemedizin/eHealth• mHealth• Informationssicherheit• Big Data im Gesundheitswesen• Ethik.Ein recht umfangreiches Literaturverzeichnis sowie Informationsseiten im Internet runden das Buch ab. Die Lektüre des Buches hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck:• Für den potenziellen Interessenten aus Deutschland, ist anzumerken – dies ist selbstverständlich keine Kritik – , dass die Autorin in Österreich tätig ist und ihre Ausführungen auf die Situation/Rechtslage in Österreich abheben. Die DGSVO gilt natürlich in ganz Europa; gleichwohl gibt es länderspezifische Unterschiede. Zudem bezieht sich die Autorin auch auf andere nur in Österreich geltende Regularien, ohne dass dies immer deutlich würde (z.B. Verweis auf das Ärztegesetz; s.77). Ebenso wird gelegentlich auf die Situation in Deutschland Bezug genommen – etwas verwirrend.• Dass die Themen, die das Inhaltsverzeichnis umfasst, werden nur sehr oberflächlich angerissen. Der ansatzweise kundige Leser erahnt dies allerdings bei gut 130 Seiten im Taschenbuchformat (12x19 cm) schon vor der Lektüre.• Der Fokus Pflege wird – sieht man von sieben Seiten zur elektronischen Pflegedokumentation einmal ab – nicht wirklich erkennbar. Die Verkürzung umfasst zwei Aspekte:• Zum einen werden vor allem im Kapitel über die Grundlagen komplizierte Sachverhalte (z.B. HL7-Schnittstelle; S.28) auf einer knappen Seite abgehandelt.• Im Kapitel mHealth werden einige für Laien zugängliche Gesundheits-Apps vorgestellt. Es werden zwar sinnvolle Checklisten zur Beurteilung von angebotenen Gesundheits-Apps präsentiert. Wie man an die Informationen kommt, wir aber nicht beschrieben. Der Grundtenor ist zudem – m.E. etwas unkritisch –, dass diese Apps grundsätzlich nützen können, ohne dass dies im Einzelnen dargestellt wird. Wem kann man das Büchlein zur Lektüre empfehlen? Eigentlich niemandem – dem Unkundigen nützt es nichts, da er nur einen oberflächlichen Eindruck erhält; der ansatzweise Kundige legt es schnell wieder, da er nichts Neues erfährt. Es ist vielleicht als Skript für den Krankenpflegeunterricht in Österreich tauglich. Eine Rezension von Paul-Werner Schreiner