Modul 9 · Krisen, Katastrophenschutz und Resilienz
Qualität, Evaluation und Verbesserung
Dieses Modul zeigt, wie Maßnahmen, Konzepte und Prozesse bewertet und weiterentwickelt werden können.
Lernziele
zentrale Begriffe zu diesem Aspekt erklären
ausgewählte Forschungsergebnisse beschreiben
die Relevanz für Versorgung, Bildung, Management oder Gesundheitskommunikation einordnen
Handlungsmöglichkeiten für konkrete Situationen ableiten
Fachlicher Überblick
Im Modul "Qualität, Evaluation und Verbesserung" wird das Thema Krisen, Katastrophenschutz und Resilienz aus einer fachlichen und praxisnahen Perspektive betrachtet. Die Artikelgrundlagen helfen, Forschungsergebnisse nicht isoliert zu lesen, sondern mit konkreten Fragen aus Versorgung, Bildung, Management und professioneller Verantwortung zu verbinden. Ausgangspunkt ist unter anderem die Beobachtung: Der Beitrag analysiert Freiwilligkeit im Selbstverständnis von Rotkreuzschwestern historisch und aktuell.
Artikelgrundlage
Diese Beiträge bilden die fachliche Grundlage des Moduls.
„Immer bereit? “ Überlegungen zur Freiwilligkeit als Ressource und Risiko im professionellen Selbstverständnis von Rotkreuzschwestern*
Hilberger-Kirlum, P. · 2026 / Ausgabe 2 · S. 64 bis 66
Der Beitrag analysiert Freiwilligkeit im Selbstverständnis von Rotkreuzschwestern historisch und aktuell. Historisch stand die Rotkreuzschwester für eine weibliche Pflegeprofession, die sich über „selbstverständliche“ Bereitschaft, Einsatz in Krisen und eine organisationsgebundene Hingabe an die Rotkreuzidee definierte. Diese Freiwilligkeit ähnelte lange diakonischen und ordensähnlichen Modellen, verband sich aber zugleich früh mit dem Anspruch auf fachliche Ausbildung und b…
Intensivbetreuung in der Psychiatrie. Eine Praxisempfehlung unterstützt die anspruchsvolle Krisenbegleitung
Büker, F.; Sauter, D. · 2026 / Ausgabe 2 · S. 32 bis 34
Der Text beschreibt psychiatrische Intensivbetreuung (IB) als zeitlich begrenzte, hoch anspruchsvolle Intervention bei akuten Krisen mit Selbst- oder Fremdgefährdung, starker Erregung, Realitätsverlust oder Überforderung. Ziel ist nicht bloß Überwachung, sondern Schutz, Entlastung, Deeskalation und therapeutische Begleitung. Die DFPP hat dazu eine Praxisempfehlung veröffentlicht, um Handlungssicherheit zu stärken und IB als beziehungsorientierte, therapeutische Maßnahme zu v…
Das Thema Krisen, Katastrophenschutz und Resilienz wird als Zusammenspiel von wissenschaftlicher Evidenz, professionellem Urteil und organisatorischen Rahmenbedingungen sichtbar.
Praxisrelevanz
Die Artikel regen dazu an, Routinen zu prüfen, Entscheidungen zu begründen und fachliche Entwicklung in konkrete Handlungssituationen zu übersetzen.
Offene Fragen
Welche Voraussetzungen braucht Ihre Einrichtung, damit diese Erkenntnisse wirksam werden können? Welche Daten, Kompetenzen oder Abstimmungen fehlen noch?
Transfer
Nutzen Sie die Artikel nicht nur als Literatur, sondern als Gesprächsanlass für Team, Lehre, Qualitätsentwicklung oder Fallbesprechung.
Praxistransfer
Reflexionsimpuls: Wählen Sie eine Situation aus Ihrer Praxis, in der Krisen, Katastrophenschutz und Resilienz sichtbar wird. Welche Entscheidung müsste fachlich begründet werden? Welche Erkenntnis aus den Artikeln hilft dabei?
Zum Weiterlesen in CareLit
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Erste Hilfe für die Psyche: Unterstützung bei Krisen im beruflichen und privaten Umfeld.
Knab, B. · Dr. med. Mabuse, Frankfurt · 2021
Der Text beschreibt die Bedeutung von psychischen Krisen und die Notwendigkeit, in solchen Situationen Unterstützung zu suchen. Es wird betont, dass es wichtig ist, Hilfsangebote anzunehmen, auch wenn man nicht "wirklic…
Resilienz fördern – gesund arbeiten, lehren und lernen Warum psychische Gesundheit im Gesundheitswesen eine institutionelle Aufgabe ist
Key, M. · Dr. med. Mabuse · 2026
Der Artikel thematisiert die Förderung von Resilienz im Gesundheitswesen und betont, dass psychische Gesundheit eine institutionelle Verantwortung darstellt. Das Universitätsspital Zürich (USZ) integriert psychische Ges…
Resilienz ist Teamarbeit Warum individuelle Belastbarkeit in der KJP nicht reicht
Büker, F. · Dr. med. Mabuse · 2026
Der Artikel von Fabian Büker thematisiert die Bedeutung von Resilienz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) und argumentiert, dass individuelle Belastbarkeit allein nicht ausreicht. Er schildert eindrücklich eine b…
Mehr als 150 Organisationen fordern: Hitzeschutz in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz aufnehmen Deutschland steht eine erneute Hitzwelle bevor. Bereits rund um den Hitzeaktionstag am 11. Juni warnten mehr als 150 Or…
Maria Brauchle, Rolf Dubb, Georg Johannes Roth, Katharina Schmid (Hrsg.): Angehörigenbegleitung und Krisenintervention in der Notaufnahme Kohlhammer, Stuttgart, 2022, 151 Seiten, 29,00 €, ISBN 978-3-17-039278-6
Merksätze
Forschung wird wirksam, wenn sie in konkrete Entscheidungen übersetzt wird.
Gute Versorgung verbindet Evidenz, Beziehung und Organisation.
Reflexion ist kein Zusatz, sondern Teil professioneller Verantwortung.